In meinem Atelier experimentiere ich mit fast allen künstlerischen Techniken, ohne mich auf eine Methode oder einen Stil festzulegen. Seit vielen Jahren beobachte ich meine eigene künstlerische Entwicklung und entdecke dabei immer wieder neue Facetten meines Schaffens.

Besonders auffällig ist die ständige Veränderung meiner Farbpalette, die sich etwa im Dreijahresrhythmus wandelt. In jungen Jahren konnte es für mich kaum dunkel genug sein, später wurde es farbenfroher – allerdings ohne Gelb. Ich habe festgestellt, dass meine Farbwahl sich nicht durch das Hinzufügen besonders beliebter Farben definiert, sondern vielmehr durch den bewussten Ausschluss bestimmter Farben. So verzichtete ich über viele Jahre auf Braun oder Beige, später auf Gelb, dann auf Rot – aktuell verwende ich keine Acryl-Plastik-Farben. Gleichzeitig nutze ich grundsätzlich jede Farbe, die in den jeweiligen Werken notwendig ist.

Früher plante ich meine Bilder im Detail und versuchte, mich durch Symbolismus zu erklären. Heute male ich vollkommen intuitiv und spontan, oft in schneller, konzentrierter Arbeit. Dadurch entstehen Werke, die sehr unterschiedlich sind, ohne dass ein typischer „Schättel“ erkennbar wäre. Ich erfinde mich stets neu und sehe diese stetige Veränderung nicht als Makel, sondern als Ausdruck einer fortlaufenden künstlerischen Entwicklung, geprägt von Kreativität und Forscherdrang.

 

Für mich ist das Atelier selbst ein Kunstgegenstand, ein Raum, der für sich selbst spricht – nicht nur eine Werkstatt. Hier entstehen Ideen, Experimente und Werke, die ausschließlich einer bestimmten Zeitschiene zugeordnet werden können. Mein Atelier ist Ort und Inspiration zugleich, in dem künstlerische Freiheit und Experimentierfreude im Mittelpunkt stehen.