Moral-Implementierung in robotische Systeme“

 

1. Einleitung. 3

1.1 Einführung Ethik und Moral 5

1.2 Was ist Intelligenz. 5

1.3 Algorithmus und Robotische Systeme. 7

2. Moralimplementierung. 8

2.3. Das Vertrauen in die KI in der Medizin und Forschung. 9

2.4 Moral und Maschinenethik. 10

3. Kritische Ansätze. 11

3.1 Die Gesellschaft in der wir leben. 11

3.2 Zukunft 12

4.    Literaturverzeichnis. 14

 

 Eine kleine Hausarbeit zum Thema KI 2023

 Für Menschen die Lust haben ein bisschen zu lesen. Kritik? Scheibt mir! Fragen? Scheibt mir!

 

 In den vergangen 2 Jahren, nach diesen Überlegungen, ist die Entwicklung schon viel weiter. Trotzdem bleibt dieses Thema relevant.

 

 

1. Einleitung

 

Der Mensch als Mängelwesen kann abseits der Zivilisation ohne Hilfsmittel nicht lange überleben. Die Unbeholfenheit durch seine Instinktarmut im Gegensatz zu Tieren wird durch seine Intelligenz ausgeglichen. So begleitet die Entwicklung der Technik, als eine Folge der Unzulänglichkeiten des Menschen, ihn schon seit der Frühzeit (Gehlen Arnold, 2016). Die dazu gehörige Technik-Philosophie entstand erst gegen Ende des 19ten Jahrhunderts durch die Industrialisierung (Ziemann, 2019). Der Philosoph Schelsky sprach einst von einer Technokratie und die Menschen und die Politik müssten sich ihr unterwerfen (Serville,2020). Heidegger vermutete bereits 1962 eine Selbstentfremdung als kollektives Schicksal (Rentsch, 2015).

Es entstanden 4 verschiedene Betrachtungsweisen der Technik hinsichtlich ihres Nutzens, um sie bewerten zu können. Durch die Ingenieurswissenschaft, kulturphilosophisch, systemtheoretisch und sozialkritisch. Beurteilt wird insbesondere, ob die Instrumente dienlich oder tauglich, oder sogar lohnend sind, das Aufwands-Ertrags-Kalkül, die persönlichen Vorlieben und die allgemeinen Werte, wie Gesundheit, Freiheit und Umwelt werden mit einbezogen.

Auch Grundrechte und Tugenden wie Gelassenheit, Besonnenheit, Askese oder die Rechtskonformität, Gefährdungshaftung, Sicherheitsnormen und Rechte, wie körperliche Unversehrtheit werden miteinbezogen. Es geht  um die Wahrung unserer menschlichen Werte. Besondere Aufmerksamkeit wird aktuell bei Einsatz einer künstlichen Intelligenz (KI) als modernste Technik, den moralischen Geboten, insbesondere Niemanden zu schaden, gewidmet. Das Gemeinwohl soll bewahrt bleiben.

Die Menschheitsgeschichte hat sich in den letzten 2000 Jahren rasant entwickelt und  diese Entwicklung schreitet immer schneller voran. Besonders einschneidende Ereignisse des Fortschritts werden dabei als Revolutionen der Menschheit bezeichnet. Die kognitive und landwirtschaftliche Revolution, Die Zeit der Aufklärung, also wissenschaftliche Revolution und die Industrialisierung,. Mit der Digitalisierung und künstlich geschaffener Intelligenz beginnt eine neue 4te Revolution der Menschheit. Seit dem 14.06.2023 existiert ein Gesetzesentwurf des Europäischen Parlaments (Spindler, 2021), der den Einsatz von KI regulieren soll, um möglichen Schaden abzuwenden. Überlegungen, welche Kriterien uns von humanoiden Robotern in Zukunft unterscheiden werden, führen dazu, uns selbst klarer zu definieren, also unser eigenes Menschenbild mitsamt aller moralischen Handlungen zu reflektieren. Ein Neues könnte entstehen. Entscheidungen sollten daher mit einer großen Fürsorgeverantwortung, prospektiv, getroffen werden. (Falkenburg, 2020). Wird sich alles so drehen, wie es Habermas 1962 bereits vorausgeahnt hatte (Habermas Jürgen, 2013), dass das Nichtarbeiten, weil sehr viele Arbeitsplätze durch KI ersetzt werden, als Fluch empfunden wird? Das frühere Hochhalten der Freiheit und Freizeit würde dann unwahr und der Satz „Auf deinem Hintern sollst du sitzen und TV gucken dein Leben lang“ wäre eine unaufhaltsame Entwicklung.  Nicht nur ohne sinnbringende Aufgabe, sondern auch ohne Moral ist ein zufriedenstellendes Zusammenleben von Menschen sehr wahrscheinlich nicht möglich. Selbst ein altruistisches Verhalten, Jemanden etwas Gutes zu tun, ohne selber einen Vorteil dadurch zu erlangen, würde in Frage gestellt werden. Wir würden keinen Sinn darin sehen, „gut“ zu sein. Letztendlich zahlt es sich auf lange Sicht aus, wenn man von anderen Individuen gemocht wird. Zum Beispiel wird bereitwilliger geteilt, in der Hoffnung, das nächste Mal vielleicht der Nutznießer zu sein. Dieses Verhalten ist berechnend, jedoch basiert Gerechtigkeit, oder das, was es für den Einzelnen bedeutet, auf tradierten moralischen gesellschaftlichen Werten. Würden diese und andere moralische Regeln plötzlich wegfallen, würden es Morde und Gewalt, sexuelle Übergriffe, Lügen und Betrug wahrscheinlich ausschließen, dass Menschen überhaupt noch in Gruppen leben, eventuell würde der Stärkste überleben, wäre letztendlich aber alleine. Aus dieser Erkenntnis heraus wäre es wünschenswert, dass auch Robotische Systeme, vom Staubsauger bis zum Roboter sich „gut zu benehmen“ lernen und dazu in der Lage wären, moralische Entscheidungen im Sinne der Menschheit zu treffen. Dies erfordert eine Idee davon zu haben, was „gut“ und was „schlecht“ ist. Ein autonomes Fahrzeug, genau wie der autonome Staubsauger sollen erkennen, dass der Mensch oder Insekten nicht überfahren oder eingesaugt werden sollten. In Bezug auf Menschen dürfte Einigkeit herrschen, aber was ist mit Spinnen? Würden diese unter die Kategorie „Einsaugen“ fallen und die Biene nicht? Wer entscheidet diese wichtigen Fragen vor dem Erstellen des entsprechenden Algorithmus? Wenn wir einem robotischem System Moral implementieren, ist das Ergebnis ein Psychopath? Auch Menschen können die Fähigkeiten für Empathie oder zum Beispiel das Fühlen von Reue, gekennzeichnet durch sehr wenig Emotionalität, fehlen. Wo liegen die Gefahren? Ein autonom fahrender Bus in Düsseldorf ist aktuell mit 100 km/h geblitzt worden. Er „beschloss“ dieses Verhalten, nachdem er gelernt hatte (tiefes Lernen), dass alle anderen Verkehrsteilnehmer sich ebenfalls nicht an die Geschwindigkeitsbeschränkung von 80 km/h gehalten hatten. Offenbar entschied er sich dafür, dass es wichtiger sei, sich an den Verkehrsfluss zu halten, als an die Straßenverkehrsordnung.

Die 4te Revolution ist nicht aufzuhalten. Ist diese nachgeahmte Intelligenz nun unser aller Rettung und Heilsbringer, oder sollte die Entwicklung doch noch gebremst werden? Trotz aller Warnungen ist mit dem europäischen Gesetzesentwurf ein großer Schritt in diese Richtung getan. Die Frage, ob bei robotischen Systemen Moral implementiert werden sollte, ist eine komplexe und kontroverse Frage, die verschiedene Ansichten und Überlegungen hervorruft. Einerseits gibt es Argumente dafür, dass die Implementierung von Moral zum Beispiel in Pflegeroboter von Vorteil sein kann. So könnten sie „menschlicher“ agieren und sie sich ethische Grundsätze halten. Eine moralische Programmierung könnte aber genauso dazu führen, dass Roboter Entscheidungen treffen, die für Menschen unangenehm oder schädlich sind, wenn sie sich auf moralische Grundsätze stützen, die möglicherweise nicht vollständig mit menschlichen Werten übereinstimmen. Es ist auch schwierig, moralische Prinzipien zu definieren und zu implementieren, da neben grundsätzlichen humanen Moralvorstellungen auch kulturelle Differenzen existieren. Einen Konsensus für Moralentscheidungen für Maschinen zu finden wird eine Herausforderung für die Menschheit. Diese birgt gleichzeitig das Potential eine weitere Imperfektion des Menschen auszugleichen – moralische Entscheidungen situativ und im komplexen Kontext zu fällen und universale moralische Standards zu definieren und konsequent zu verfolgen, ein Beispiel hierzu wären Kriegsinitiierungen. Gleichzeitig besteht wiederum das Risiko der Manipulation dieser Systeme. Es ist daher ausgesprochen wichtig, eine ausgewogene Diskussion zu führen, bevor man sich entscheidet, ob und wie Moral in robotische Systeme implementiert werden soll und deren möglichen Konsequenzen und Risiken sorgfältig zu prüfen.

 

Formularbeginn

1.1 Einführung Ethik und Moral

 

Wie gut ist der Mensch in Moral? Die Ethik ist ein wichtiger Teilbereich der Philosophie. „Was soll ich tun?“, „Warum soll ich überhaupt ein „guter Mensch“ sein?“, „Wann ist eine Handlung moralisch richtig?“, sind einige der essenziellen Fragen, die sich durch Jahrhunderte hindurch, verschiedene der wichtigsten Denker stellen und gestellt haben (Frankena, 2017). Nun fragen wir uns, warum soll ein Roboter ein „guter Roboter“ sein? Soll er den Menschen vollkommen ersetzen können mit all seinen Facetten? Wer haftet für die moralischen Fehler eines robotischen Systems? Wenn sich ein Roboter fragt, „Wann ist meine Handlung moralisch wichtig und richtig?“ ist es im Grunde die Frage, die wir uns selbst stellen und nicht vollkommen geklärt haben. Wem könnten wir wohl eher vertrauen? Einem robotischen System oder einem fehlerhaften Menschen. Die Haftung für Fehler unseres eigenen Handelns trägt die handelnde Person oder Firma. Dilemma oder Gewissensfragen wird es für ein robotisches System voraussichtlich nie geben. Es würde sich wahrscheinlich an einen bestimmten Schwellenwert halten können, um dann zu entscheiden. Was daraus entsteht, könnte jedoch wieder unmoralisch sein.

 

1.2 Was ist Intelligenz

 

Intelligenz setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen. Sie ist das wichtigste psychologische Konstrukt, welches man auf die Funktionen des Gehirns zurückführt (Detterman, 2008). Es geht sowohl um räumliche Intelligenz und Erinnerungen, als auch um verbale und propositionale Intelligenz und das Vergessen. Es gibt perzeptuelle, wie das Erkennen von Gegenständen, und organisatorische Bereiche. Auch die Fähigkeit der Interaktion mit Menschen oder Tieren, mit Ihnen eine Beziehung zu führen oder aufzubauen und auch auf lange Zeit erfolgreich aufrecht zu erhalten, fällt in den Bereich der emotionalen oder sozialen Intelligenz. Dies ist eine wichtige Fähigkeit um moralische Entscheidungen treffen zu können (Johnson, 2015). Die Fähigkeit zu wissen, was eine andere Person fühlt, ist dem Menschen vorbehalten und kann nicht künstlich erzeugt werden. Emotionen sind universell und Signalgeber, die in unterschiedlichsten Kulturen, zum Teil sogar von Tieren, verstanden werden. Es ist eine universelle Sprache. Sie ist allem Lebendem auf dieser Erde vorbehalten. Auch bei Insekten gibt es nach neuesten Studien, Hinweise auf Emotionalität.

Künstliche Intelligenz ist demnach ein irreführender Begriff, der suggeriert, es wäre möglich Intelligenz digital zu erschaffen. Jedoch kann die Möglichkeit jederzeit zwischen ja und nein, also 0 und 1 zu unterscheiden, nach unseren eigenen Eingaben in eine unfassbar riesige Datenbank mit allen humanen Ideen und Erkenntnissen unserer modernen Zeit und der Vergangenen, den Eindruck erzeugen, als wäre es eine vergleichbare Intelligenz, die der menschlichen sogar überlegen zu sein scheint. Künstliche Intelligenz ist im Grunde Bionik und der Versuch eines Nachbaus eines menschlichen Gehirns in allen Ebenen bis hin zu den Synapsen. So ist es der KI möglich, genau wie bei einem Gehirn, Verbindungen zu verschiedenen Informationseinheiten zu knüpfen und zu verbinden. Auch kann so der Eindruck entstehen, es würde durch dieses kombinieren, all unserer eingebrachten Daten, etwas Neues entstehen und eine KI würde etwas Neues, wie neue Ideen hervorbringen. Das ist jedoch keine echte Kreativität. Sie kann nur kombinieren, was Ihr vorher eingegeben wurde.

Es drängt sich hier die Frage auf, ob es bei Menschen nicht ganz genauso ist. Kann der Mensch nur Dinge verwenden, die er zuvor erlernt, gesehen und abgespeichert hat? Oder ist er dazu in der Lage wirklich neue Dinge zu kreieren? Eigenschaften die dem Menschen vorläufig als Alleinmerkmal vorbehalten bleiben, ist seine Fehlerhaftigkeit, zum Beispiel aus einer „Intuition“ heraus Entscheidungen zu treffen, die auch falsch sein können. Er befindet sich auf Irrwegen, auch auf Grund emotionaler Entscheidungen, wie auch simplen Rechenfehlern. Die allermeisten Menschen sind zu einem tiefen emotionalen Verständnis anderen gegenüber, aber auch sich selbst gegenüber, in der Lage. Das ist die Grundlage für Empathie. Das Streben danach, uns selbst zu perfektionieren, endet nun in unserem eigenen Nachbau, welches „besser bis perfekt“ funktionieren soll. Dieses Streben nach Optimierung ist ebenfalls menschlich. Aber ist es wirklich besser, wenn wir perfekter funktionieren? Oder erschaffen wir ein ganz neues Menschenbild und damit uns selbst und das bisherige ab. Die Reflektion darüber ist die echte und die einzige Intelligenz. Maschinen denken nach Vorschrift. Des Menschen Kreativität erwächst in NICHT Sinn,- und zweckführenden Gedanken. Sie treibt die meisten Blüten aus einer Art Langeweile, also dem Nichtstun, heraus. Eine mathematische Gleichung, wie ein Algorithmus, kann diesen Zustand nicht simulieren. So bleibt Intelligenz mit allen Facetten menschlich und ist die einzige Echte!

 

1.3 Algorithmus und Robotische Systeme

 

Roboter sind automatisch programmierte Maschinen. Sie kommen inzwischen in vielen Bereichen vor. Sie können dabei mobil oder ortsfest sein und werden nach Funktionalität in mehrere Arten unterschieden: Industrie-Roboter, Medizin-Roboter, Humanoide Roboter, Serviceroboter, Spielzeug-Roboter, Erkundungs-Roboter, Militär-Roboter, Rover und Lander und all Ihre „Unterarten“. Ihre Kurzbezeichnung ist BOT. In der Informatik steht dies für Roboter, die automatisch immer gleichbleibenden Abfolgen von Handlungen abarbeiten. Der Begriff „Algorithmus“ geht auf den arabischen Mathematiker Mohammed Al-Chwarizmi zurück, der im neunten Jahrhundert im Lehrbuch die „0“ im arabischen Zahlensystem eingeführt hatte. Der Name des Verfassers verselbständigte sich später als ein AL-gorithmus. Eine Anleitung, wie man ein Ziel Schritt für Schritt erreicht. In einem Labor zum Beispiel folgt das Ansetzen einer Lösung einem Protokoll, einer Auflistung der verschiedenen Mengen von Reagenzien. Aber auch die Reihenfolge, die Temperatur und Aggregatszustände und WIE man mischt ist wichtig, um eine funktionstüchtige Lösung zu erhalten. Als dies kann in einem Algorithmus festgelegt werden. Es ist nicht nur das WAS, sondern auch das WIE.

Ein Algorithmus der KI kann sehr groß sein und mehrere Millionen Zeilen umfassen. Implementieren bedeutet, einen Algorithmus in eine bestehende KI einzugeben. Die große Komplexität an Daten macht es dem Menschen nicht möglich zu verstehen, wie eine KI aus vielen kombinierten Algorithmen „Schlüsse“ zieht. Deep Learning und künstliche neuronale Netze simulieren Eigenschaften aus natürlichen Neuronen-Verbänden im Computer. Die Fähigkeit der Neuronen Eingangssignale zu akkumulieren bis ein Schwellenwert erreicht ist und erst dann ein Signal an andere Neuronen weitergibt wird dabei als mathematische Gleichung nachgebildet. Sogar der Aufbau der Hirnrinde wird nachgebildet. Es sind mathematisch simulierte Schichten. Was uns wie „denken“ erscheint, sind „nur“ die Berechnungen mathematischer Gleichungen (Görz et al., 2020). Mit Training suchen sie in den Daten dann nach auffälligen Strukturen. Ein Mensch kann nicht in einem Algorithmus nachgebildet werden und im Gegensatz zum Gehirn eines Menschen kann das Gelernte auch nicht vergessen werden.

Am natürlichen Lernen orientiert ist das Transferlernen. So gibt es bereits Studien, in der humanoide Roboter in der Lage sind, mit Gegenständen zu experimentieren, umso selbst herauszufinden, wozu man sie nutzen könnte. Viele Forscher glauben, dass sich die KI-Forschung noch stärker am Menschen und den Erkenntnissen der Neuronen und Kognitionswissenschaften über das menschliche Gehirn orientieren muss. Gemeint ist Deep Learning, automatisches Schließen im Sinne von Entscheidungen treffen und die Repräsentation von Wissen. Das „Systems AI“ steht noch allgemeiner für den Ansatz die unterschiedlichen Methoden zu komplexen KI-Systemen zu verbinden um wie der Mensch das Lernen durch verschiedene Fähigkeiten zu kombinieren. Der Versuch eines vollkommenen Nachbaus des Menschen auch in seiner Gestalt.

 

 2. Moralimplementierung

 

2.1 Moralimplementierung, Auftraggeber First?

In der medizinischen Ausbildung ist emotionale Intelligenz ein wichtiger Bestandteil (Müller, 2022). Wenn wir robotische Systeme moralisieren wollen, muss überdacht werden, wozu dies dienlich sein soll und was in allgemeinen oder sogar außerordentlich speziellen Fällen eine richtige moralische Entscheidung sein soll (Johnson, 2015). Eigentlich ist eine moralische Handlungsfähigkeit dem Menschen vorbehalten und nicht auf Roboter übertragbar. Ist zum Beispiel die Repräsentation moralischer Werte wie moralische Überzeugungen überhaupt möglich (Misselhorn, 2009)? Die Hälfte der Vordenker glauben, dass artifizielle Systeme als Akteure gelten könnten. Maschinen verfügen aber nicht über Bewusstsein, Willensfreiheit und Reflexionsvermögen und ob diese Qualitäten für Moralität nötig sind, wird nicht wirklich erklärt. Man könnte sie also auch Akteure mit ethischem Einfluss nennen.

Aber sind Roboter wirklich moralische Handlungsobjekte? Bei dem Nachdenken darüber gibt es kontroverse Ergebnisse. Wie schon erwähnt glauben ungefähr die Hälfte die aktuellen Vordenker, dass die Systeme auch autonom agieren können und fast alle denken, dass eine moralische Implementierung möglich ist und dass das System bei Fehlern auch in Haftung genommen werden könnte. Auch die Hälfte denkt, bei der Frage, ob es einen generellen Unterschied zum Menschen gibt, „ja“, zum Beispiel das Bewusstsein, der freie Wille, die Autonomie und die moralische Sensibilität im genuinen Sinne. Das Bewusstsein, das Verstehen und die Verantwortung. Sind Roboter also moralische Handlungssubjekte? Die Uneinigkeit unter den Beurteilern ist die Antwort an sich.

Glück und Zufriedenheit oder was genau den Menschen definiert und ob man überhaupt versuchen sollte, ihn zu ersetzen, scheint keine vordergründige Frage zu sein. Das moralische Handeln erfolgt nach Prinzipien. Diese Prinzipien-Ethik mit dazugehörigen Tugenden (Höffe, 2019), gründen auf dem klassischen Utilitarismus (Mill, 2009), dem kantischen Imperativ (“Grundlegung Zur Metaphysik Der Sitten,” 1911), oder ist sogar eine Mischform von beiden die in jedem Einzelfall kontextabhängig beurteilt werden muss (Feige Daniel Martin, 2023). Es sollte dann eine Beschreibung der Ausgangssituation geben und die Möglichkeit Handlungen hervorzubringen. Man muss vorher sagen können was geschieht und eine Methode zur Bewertung entwickeln zu können, die dann die richtigen Schlüsse zieht. Dann scheint es denkbar, Algorithmen zu erschaffen, die zusammen entscheiden, was einer moralischen Entscheidung gleichkommen würde. Aus dieser Handlungsweise könnten weiter Folgen entstehen, wenn man zum Beispiel nicht alles, was wichtig wäre mit einbezogen hätte, um damit eine Auswirkung auf das „Menschsein“ und das gesamte Ökosystem mitbetrachtet hätte. Maschinen können nicht moralisch handeln, weil sie der Situation nur zufällig gerecht werden können, denn die Implementierung kann nur nach Kant oder Utilitaristisch erfolgen also Top Down oder Botton Up - es ist nicht in einen Algorithmus umzusetzen. Deshalb kann nur eine situationsbedingte Moral entstehen, die Dilemma, so wie wir sie erleben, wird es dann nicht mehr geben, denn sie wird zum einen oder anderen entschieden werden. Das Leben findet aber im grauen statt und nicht in schwarz und weiß. Es lässt sich also schließen, dass es keinen Algorithmus geben kann, der für ein gutes Handeln stehen wird und der situationsbedingt entschieden werden könnte. Ebenfalls sollte man ein besonderes Augenmerk darauf richten wer die Programme, aus welchem Zweck, schreibt. Welche Industriezweige werden die KI zur Instrumentalisierung von Menschen nutzen? Wird es überhaupt eine KI geben, die nicht einem bestimmten manipulativen Ziel folgt und nur wohlwollend dem Menschen gegenüber existiert, um deren Zukunft in eine friedliche und harmonische zu steuern? „First Digitalisierung, Bedenken Second!“ war der Wahlslogan des FDP Vorsitzenden Christian Lindner während der Bundestagswahl 2017. Es hat sich gezeigt, dass „Denken First“ hinsichtlich der Risiken der KI keine schlechte Wahl wäre, hinsichtlich der Probleme, die auf die Menschheit zukommen könnten, ohne jede Regulierung.

 

2.3. Das Vertrauen in die KI in der Medizin und Forschung

 

Ungerechtigkeiten und Diskriminierung sind das Ergebnis von Unwissenheit und keine wirklich intelligenten Optionen. Eine KI zu programmieren, die dies berücksichtigt kann es nur geben, wenn der Programmierer kein Ziel zur Manipulation verfolgt. Wann kann ich einen anderen Menschen vertrauen und wann kann ich einem Roboter vertrauen? Die Regeln der EU sollen auch für ein Fairplay sorgen und reichen so weit, dass es die EU als Wirtschaftsstandort nicht schwächen soll. So bestimmt auch hier die Wirtschaft und nicht die Wissenschaft oder Philosophie. In der Medizin ist die KI eine große Hilfe zum Beispiel durch den OP-Roboter „Da Vinci“ und dem Ersetzen routinierter Laboraufgaben, wie dem Auswerten immer gleicher Bilder und Ergebnisse. Die Patienten können selbst entscheiden, ob Sie von einem Roboter operiert werden möchten oder nicht. Der Roboter „Da Vinci“ ist nicht moralisiert und wird nach wie vor von einem Menschen geführt. Bei einem Fehler haftet nach geltendem Recht bei Robotern der Hersteller, jedoch in diesem Falle auch der Arzt. Dies folgt den gängigen Vorstellungen von Gerechtigkeit. Bei dem Auswerten von Daten und Bildern stellt sich die Frage, ob man so nicht die Zufälle, durch die schon großartige Entdeckungen gemacht worden sind, automatisch aussortiert, denn einen Zufall kann man nicht programmieren. Es geht nicht, weil es etwas ist oder sein kann, aber vorher nie existiert hat, also auch nicht in eine mathematische Formel umgeschrieben werden konnte.

Solange der Patient oder Mensch bestimmen kann, ob er einer KI vertrauen möchte, ist das eine freie Entscheidung. Wie lange aber wird es noch dauern, bis wir glauben, wir hätten frei entschieden, aber schon lange einer Manipulation verschieden kombinierter KI auf dem Leim gegangen sind und nicht mehr selbstbestimmt handeln. Dies hat die europäische Kommission erkannt und der Name „hoch-Risiko-KI“ spricht für sich. Gemeint ist dabei auch das Auslesen von Emotionen auf Gesichtern oder das Erfassen durch ständiges Sammeln all unsere Handlungsweisen. Dies soll zu großen Teilen verboten werden. Moralisierung ist für einen OP-Roboter nicht notwendig, wäre aber für einen Roboter in der Pflege von Menschen hilfreich, wenn es denn möglich wäre. Dazu ist das Erkennen von Emotionen erforderlich. Diesem Missbrauch durch Manipulation durch Firmen, die die KI bis jetzt immer zu Zwecken einsetzt, muss diese auch offenbaren, auch dann, wenn sich durch „deep learning“ und Updates Änderungen und neue Zwecke ergeben. In einer kapitalistischen Welt wäre dieser Zweck höchstwahrscheinlich auch das Kaufen von Dingen, die man eigentlich nicht braucht. Dies wäre auch ein Entgegenwirken des Nachhaltigkeitsgedankens und muss bedacht werden.

 

2.4 Moral und Maschinenethik

 

Es scheint als stehen Menschen und Maschinen in Konkurrenz.  Wie soll man also die ethische Bewertung des Einsatzes von humanoiden Robotern bewerten. Wir schaffen uns gerade ein kybernetisches und ingenieurwissenschaftliches Menschenbild. Die Anthropotechnik sieht den Menschen und die Maschine als Systempartner. Das Problem ist hier das menschliche Selbstverständnis. Dies ist eine neue Dimension (Rene Dicker). Käte Meyer Drawe sprach von einer neuen Qualität in der Schöpfungsphantasie des Menschen. Schon sehr früh stellt Meier Drawe die Frage, die bis heute diskutiert wird, nämlich wie wir Menschen uns von unseren Maschinen unterscheiden. Sie wurden als Gegenspieler empfunden. Schon im 19. Jahrhundert mit der Entstehung des Genres des Science-Fictions. Wenn wir nun noch zusätzlich Moral implementieren, wird diese Frage immer lauter.

Auch heute noch sehen Unternehmer wie Elon Musk KI Anwendungen als Bedrohung der Menschheit. Einige behaupten, künstliche Intelligenz könnte die Menschheit schlicht ausrotten. Die Frage, ob Maschinen moralische Akteure sein können, steht im Vordergrund, ob sie auch sollten, wird seltener gefragt. Nach dem Philosophen James Humor gibt es 4 Typen moralischer Akteure.  Die primitivsten Typen sind die, die moralische Fragen erzeugen, ohne dass es beabsichtigt wäre. In diesem Sinne ist jedes Gerät ein moralischer Akteur. Die nächste Stufe wäre ein impliziter moralischer Akteur, in dem sich die Konstruktionsweisen durch bestimmte humane Wertevorstellung niederschlagen, zum Beispiel Sicherheitserwägungen (Warnsysteme). Es gibt auch unmoralische Akteure mit eingebauten Lastern wie zum Beispiel Glückspielautomaten. Stufe 3 bilden explizite moralische Akteure. Hier kann der Computer moralisch relevante Informationen erkennen verarbeiten und Entscheidungen treffen (Schachprogramm). Die letzte Stufe wären eigenständige moralische Maschinen. Diese Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen, obwohl es bereits Ansätze gibt, die weit fortgeschritten sind.

 

3. Kritische Ansätze

3.1 Die Gesellschaft in der wir leben

 

Das Zusammenleben von Menschen ist geprägt durch eine Gesellschaftsstruktur, welche auch durch größere Nähe und Verbundenheit entsteht (Mau & Schöneck, 2013). Soziologisch ist dies durch einen zweck,- und nutzenorientierten Zusammenschluss gegeben, der in verschiedenen Gruppen unterschiedlich sein kann. Das Zusammenleben geschieht nach traditionell aufgebauten Normen, die Regelmäßigkeiten des sozialen Verhaltens über die Konformität und Abweichungen, Gebote und Verbote Auskunft geben (Mende & Möllers, 2021). Es wird zwischen latent wirkenden aber nicht klar bestimmbaren manifesten Aspekten unterschieden. Wirkenden, aber nicht klar bestimmbaren, bekannten und klaren und traditionellen, also aus Gewohnheit geltenden, und rationalen Werten differenziert.  In unserem Grundgesetz Artikel 1, gilt der Grundsatz der Würde und der Freiheit der einzelnen Person, die so wenig wie möglich einzuschränken ist. Zusätzlich leben wir immer mehr zunehmend nach einer kapitalistischen Ideologie, die den Humanismus aufzufressen droht. Wie die Gesellschaft sich entwickeln wird in der 4ten Revolution der Digitalisierung mit seiner KI ist noch offen mit zum Teil hoffnungsvollen Visionen aber auch düstern Dystrophien. Müssen wir die Zukunft tatsächlich als ein hingegebenes Schicksal akzeptieren und können wir den nächsten Generationen dieses waghalsige Experiment „neue Lebensweise“ zumuten, in der sich alles in einer sehr kurzen Zeitspanne ändern wird. Die Städte verlieren Ihre Zentren und Marktplätze als ein Ort der Zusammenkunft (Internetkäufe), die Zuwanderung durch die Unbewohnbarkeit großer Regionen auf der Erde wird mit großer Wucht die Bevölkerungsdichte anschwellen lassen. Die Mobilität soll weg vom Raubbau der natürlichen Ressourcen und scheint durch das fehlende Umsetzen neuer Ideen und Technologien ohne Versklavung von Drittländern, sehr eingeschränkt zu werden und nach aktueller Politik der Grünen wohl eher den guthabenden Menschen vorbehalten zu sein. Die aktuell hochgelobe Work-Life-Balance wird Ihren Höhepunkt erreichen, wenn sehr viele Arbeitsplätze durch die Digitalisierung wegfallen. Die neue „Arbeit“ ist noch im ungewissen scheint aber im Wesentlichen in der IT stattzufinden. Es entstand eine Forderung nach dem „Innehalten“ und dem Wunsch der Reflektion darüber, wohin wir wollen. Ist die Zukunft eventuell sogar geprägt durch eine LIFE-Aufgaben-Balance, also eine Sinngebung unseres eigenen Daseins? Deshalb müssen wir uns die Frage stellen, trotz Technokratie, ob wir in dieser Art Gesellschaft mit den Gefahren einer künstlichen Intelligenz nicht schon das Ende der Menschheit so wie wir sie jetzt kennen, sehen und ahnen können.

 

3.2 Zukunft

 

Erschaffen wir uns in dieser nicht abgeschlossenen letzten Stufe des selbstständigen moralischen Handelns künstlicher Intelligenz vielleicht auch künstliche Psychopathen? Narzissten, können auch mit erlernten moralischen Regeln handeln, die sie nicht nachfühlen können, aber auffassen und durchaus geschickt anwenden können. Auf einer Scoring-Liste sind sehr hoch bepunktete Narzissten mit einer KI die Emotionen erkennt, vergleichbar. Jedoch dient dieses „Ausspähen“ im Grunde nur dazu, das Opfer zu Handlungen zu bewegen, die dem Narzissten zu seinem Vorteil dienen. Das dieses dabei Schaden nehmen kann ist unwichtig. Wenn eine KI dazu eingesetzt wird, sei es in einem Spiel, oder durch Programme wie den Chat BOT CHAT GPT, zu lernen (deep learning) dient es im Grunde genauso wie bei einem Psychopathen in bestimmten Fällen erst einmal dazu, auszuspähen und zu lernen, um dann je nach Firma und Ziel, den Menschen so manipulieren zu können, um in die gewollte Richtung zu lenken.

Antwort von Chat GPT, das durch Fragen seit Jahren Informationen sammelt und so trainiert wird auf die Frage, ob KI und Psychopathen vergleichbar wären: „Es ist möglich, einen Menschen ohne Empathie mit einem robotischen System zu vergleichen, das moralische Regeln lernt. Beide können auf ähnliche Weise moralische Regeln erlernen und anwenden, obwohl ihre Motivation und ihr Verständnis möglicherweise unterschiedlich sind“.

Man sagt über die 4te Revolution und deren Menschen, sie wäre die Letzte, die zwischen on und offline unterscheiden könnte. Unmenschlich und frustrierend erscheint auch die vollkommende Offenbarung von allen Ideen und persönlichen Gedanken. Denn schon bei Nutzung von Suchmaschinen und gar dem Benutzen der Bots wie Chat GPT speist man KI mit Informationen und macht so eigenen Gedanken und Ideen zu einem wertvollen Gut für die KI. Das ist ein Einschnitt in unsere im Grundgesetz festgelegte Freiheit, uns nicht vollkommen offenbaren zu müssen und auch die Kapitulation vor der Aufgabe des Grundrechts, eigenen Ideen und Gedanken zu schützen, durch das Urheberrecht. Dieser Missbrauch aller Daten ist durch fehlende politische Regelungen machbar geworden (siehe Wahlslogan Herr Lindner). Hinsichtlich der hochriskanten KI, mit Erfassung von menschlichen Emotionen und deren Missbrauch, für die wir erst passende Kontrollsysteme etablieren müssen, halte ich persönlich das Moralisieren durch KI in robotische Systeme zum derzeitigen Zeitpunkt für nicht möglich und zu gefährlich. Auch ist der Nutzen von autonomen Staubsaugern oder Rasenmähern nur das Entlasten von Arbeiten. In Erwägung der Risiken einer moralisierten KI scheint es sinnvoller, den Rasen mit Muskelkraft zu mähen. Denn der Mensch kann fahren, Rasen mähen und gleichzeitig moralische Entscheidungen treffen, ohne dazu Energien aus fossilen Brennstoffen nutzen zu müssen. Eine gängige immer wieder angewandte Argumentation bezüglich der Moralisierung von KI ist „NOCH nicht möglich“. Damit nimmt man Bezug auf das tiefe Lernen und dem Gedanken, dass am Ende für KI alles möglich sein wird, auch das Denken wie ein Mensch. Meiner Meinung nach wird das aber in mathematischen Formeln nie abbildbar sein.

Wenn man an den Rahmenbedingungen für ein friedliches Zusammenleben in Gesellschaften arbeiten will, müssen wir über uns selber und unser Handeln reflektieren und nicht versuchen Handlungen, die ein moralischen Denken erfordern, wie das Pflegen von Menschen auf Maschinen abzuwälzen. Eher noch müssen wir erkennen, warum wir überhaupt, insbesondere das Pflegen von alten Menschen als Problem wahrnehmen. KI ist daher eine Chance der Selbstreflektion der Menschen. Der gigantischen Ausspähaktionen von BOTs und dem Nachbau des Menschen könnte man durchaus so entgegenwirken, indem man das Internet mit Fehlern speist, was der fehlerhafte Mensch automatisch, seiner Natur entsprechend sehr wahrscheinlich machen wird. Dies wiederum könnte ergeben das am Ende doch alles bleiben könnte, wie es ist - fehlerhaft.

Der Fortschritt ist nicht aufzuhalten, denn es gibt keine Option, die den Menschen im Moment eingeräumt werden würde, auf KI zu verzichten. Die Zukunft scheint also unaufhaltbar. Wäre ein Ausbremsen der künstlichen Intelligenz tatsächlich auch Bremsen der Entwicklung im negativen Sinne? Europa hat als erste Regierung durch Vorschläge zu Regularien der KI, wie dem Aufbau von Konformitäts-Bewertungsverfahren für KI, also deren Folgeabschätzung, so wie den Aufbau von Behörden zu Überwachung, nationalen Akkreditierungsstellen und dem Einteilen der KI in Risiko-Stufen einen Schritt in diese Richtung gewagt. Transparenzpflichten zum Schutz der Verbraucher und Verbraucherinnen sind auf den Weg gebracht und die Grundrechte sollen geschützt werden. So muss die biometrische Gesichtserkennung in besonderen Fällen gerichtlich genehmigt werden, genauso wie vorausschauende Polizeiarbeit. KI-Systeme wie CHAT GPT müssen angeben, dass Inhalte mit KI erstellt wurden, auch der Einsatz von KI zur Beeinflussung von Wählern gilt als Hochriskant. Die Demokratie soll geschützt werden. Die Verhandlungen mit dem europäischen Rat für die endgültigen Regelungen haben bereits begonnen. Mein Fazit ist, dass es gut wäre, robotische Systeme mit Moral zu implementieren, wir können es nur nicht. Der perfekte Ansatz einer kontextbezogenen Moral existiert nicht. Denn es gibt keine Einigkeit darüber, wann eine moralische Entscheidung, die wirklich einzig richtige ist. Bei Waffen, die dazu entwickelt wurden um damit Menschen zu töten, ist diese grundlegende Idee schon unmoralisch. Wenn also ein Waffensystem mit KI eingeräumt werden würde, doch nicht alle Menschen zu töten, sondern nur auserwählte, nämlich den sogenannten Feind, könnte man diesen Umstand als hilfreich und ethisch richtig empfinden, ist jedoch am Ende nur eine moralische Handlung im Kontext einer unmoralischen.

 

 

 

 

4.   Literaturverzeichnis

    

Detterman, D. K. (2008). General Intelligence and the Definition of Phenotypes (pp. 136–148). https://doi.org/10.1002/0470870850.ch9

Falkenburg, B. (2020). On Method: The Fact of Science and the Distinction between Natural Science and the Humanities. Kant Yearbook, 12(1), 1–31. https://doi.org/10.1515/kantyb-2020-0001

Feige Daniel Martin. (2023). Die Natur des Menschen (Vol. 316). Verlag: Suhrkamp.

Frankena, W. K. (2017). Ethik. Springer Fachmedien Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-10748-2

Gehlen Arnold. (2016). Der Mensch: Seine Natur und seine Stellung in der Welt (Band 89). Klostermann.

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Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. (1911). In Kritik der reinen Vernunft (1. Aufl.). Prolegomena. Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft (pp. 623–634). De Gruyter. https://doi.org/10.1515/9783112610060-026

Habermas Jürgen. (2013). Im Sog der Technokratie (1st ed., Vol. 207). Suhrkamp Verlag.

Höffe, O. (Ed.). (2019). Aristoteles: Nikomachische Ethik. De Gruyter. https://doi.org/10.1515/9783110578751

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